Gewalt LOS werden: wie eine Kampagne motiviert
An Ihrer Seite. Kenntnisreich und mit Fingerspitzengefühl.
Wir bearbeiten Themen, die unsere Gesellschaft bewegen. Bringen tiefes Hintergrundwissen ein, recherchieren vor Ort, sprechen mit betroffenen und beteiligten Menschen, mit Fachleuten. Für Kommunikation, die (gut) ankommt und wirklich etwas bewirkt.
Eine Kampagne, an der man nicht vorbeischauen kann
Gewalt geschieht jeden Tag, überall. In der Villa, im Wohnblock, im Web – und direkt nebenan. Doch über diese Gewalt wird immer noch viel zu wenig gesprochen. Viele betroffene Menschen wissen nicht, dass sie Hilfe finden können. Ihr Umfeld schaut oft weg, handelt nicht, hilft nicht. Für das Bayerische Sozialministerium durften wir eine Kampagne entwickeln, an der man nicht vorbeischauen kann. Und das größte Anti-Gewalt-Portal im deutschsprachigen Raum.
Key Facts
- Kampagne „Gewalt LOS werden“ entwickelt und in Print-, Online- und Social-Media-Formaten umgesetzt
- Nutzerfreundliche und (getestet) barrierefreie Website mit bayernweitem Hilfe-Finder sowie Informations- und Serviceangeboten aufgesetzt
- Interviews, Porträts und Reportagen für den Blog verfasst
- Mobile Ausstellung entworfen
Haltung verändern: von „Betrifft mich nicht“ zu „Betrifft uns alle!“
Die Frau mit dem blauen Auge, den Schürfwunden im Gesicht? Das Kind mit den Brandverletzungen? Bilder wie diese motivieren verlässlich – zum Wegsehen. Bei der Kampagnenentwicklung suchten (und fanden) wir einen subtileren Ansatz. Wir entwarfen Heile-Welt-Szenarien, mal heimelig, mal instagrammable. Ein stylishes Schlafzimmer, eine kuschelige Kinderzimmerhöhle, eine coole Bar, ein knutschig-knautschiges Oma-Sofa. Räume für Träume vom kleinen Glück. Die Headlines fassen die Idylle in Worte. Die Sublines zerstören sie. Lakonisch schildern sie die Gewalt, die in der scheinbar heilen Welt geschah.
Das Motto der Kampagne: Gewalt LOS werden. Es adressiert alle, die selbst oder für und mit anderen Gewalt loswerden wollen – und genauso jene, die gewaltlos werden (oder bleiben) möchten. Bewusst spricht der Auftraggeber, das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, von einer Sensibilisierungs-Initiative. Sie soll Haltungen verändern: von „Betriffft mich nicht“ zu „Betrifft uns alle! Es gibt Hilfe. Ich kann helfen!“
Gewaltbetroffene Menschen fühlen sich wahrgenommen, gesehen (Fachleute aus Gewaltschutz und Gewaltprävention prüften jedes Motiv) – und finden direkt zu Beratung und Hilfe, niedrigschwellig, online oder vor Ort. Mögliche Unterstützer*innen können nicht mehr wegsehen – aber handeln. Die impulsstarke Copy lotst beide Gruppen zur Website. Dort finden sie Infos über Gewalt und wichtige Anlaufstellen für Gewaltopfer und alle, die helfen wollen.
Die Kampagne „Gewalt LOS werden“ mit der größten Info- und Unterstützungs-Plattform im deutschsprachigen digitalen Raum:
- bricht das Tabu und lenkt mit ungesehenen, unerwarteten Bildern
die Aufmerksamkeit aufs Thema. - sensibilisiert und motiviert eine breite Öffentlichkeit.
- bestärkt und unterstützt gewaltbetroffene Menschen, Hilfe zu suchen: Gewalt LOSwerden.
- weist Täterinnen und Täter auf Exit-Angebote hin: GewaltLOS werden.
Größtes deutschsprachiges Anti-Gewalt-Portal
Mehr als 20 Formen von Gewalt stellt die Website vor, von Häuslicher Gewalt bis Hatespeech, von Gaslighting bis zu weiblicher Genitalbeschneidung. Darüber hinaus informiert sie über Gewalt gegen Personengruppen wie zum Beispiel Frauen, Männer, LSBTIQ, Menschen mit Behinderung oder Einsatz- und Rettungskräfte. Spezielle Angebote richten sich an Kinder und Jugendliche, an das Umfeld gewaltbetroffener Menschen und an ausstiegswillige Täter*innen. Wir haben alle Themen umfassend recherchiert und eine Sprache gefunden, um über Gewalt zu sprechen. Klar und anschaulich, niemals voyeuristisch – und immer ermutigend, Hilfe zu suchen oder Hilfe zu leisten.
Durchschlagender Erfolg, dank SEO
Out: fanatische Keyword-Zählerei. Mega-in (weil erfolgreich): relevante Inhalte. Eine sorgfältige Keyword-Recherche zeigt, nach welchen Inhalten Menschen im Netz suchen – liefert also einen Ansatzpunkt für die Themen- und Textentwicklung. Diese Aufgabe haben wir so gründlich erfüllt, dass einzelne Seiten der Anti-Gewalt-Website auf den Google-Ergebnisseiten (SERPs) innerhalb weniger Tage (!) auf Platz 1 gelistet wurden.
Wege aus der Gewalt: Im Blog werden sie anschaulich
Für den Blog haben wir Menschen besucht, die Gewalt erlebt haben (nicht wenige von ihnen sind inzwischen Aktivist*innen und unterstützen selbst Gewaltbetroffene), die präventiv arbeiten, bei Gewalt beraten oder Schutzeinrichtungen betreuen, die mit Digital Streetwork junge Menschen stärken oder in einer Traumaambulanz schnelle Hilfe leisten können. Sie alle teilen ihre Erfahrungen, ihre Ratschläge, ihre Motivation.
„Es gibt Hilfe!“ Im Blog veranschaulichen wir, was es konkret bedeutet, Beratung oder Schutz zu suchen, wie es sich anfühlt – und welche Perspektiven sich gewaltbetroffenen Menschen auftun. Mit betroffenen Menschen über ihren Weg aus der Gewalt zu sprechen, Fachleute zu befragen, die sie dabei begleiten: Das hat uns weit über die fachliche Ebene hinaus berührt und motiviert. „Gewalt LOS werden“ ist nicht nur eine Kampagne, an die wir uns immer erinnern werden. Sondern auch eine Sache, für die wir uns immer wieder engagieren möchten.