Schnelle Interaktion, flexible Agenten und tiefere Android‑Integration

von Daniel Szkutnik Daniel Szkutnik
Würfel Schlüssel

19.05.2026

3 Min. Lesedauer

Auch diese Woche gab es wieder zahlreiche Neuigkeiten aus der aufregenden Welt der Künstlichen Intelligenz. Von neuen Wegen der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine bis zu überraschenden Entwicklungen in der IT-Sicherheit: Hier findet ihr eine kompakte Zusammenfassung aller Highlights.

Neue Wege der Interaktion und Steuerung 

Thinking Machines Lab: KI-Zusammenarbeit in Echtzeit 

Das neue Unternehmen der ehemaligen OpenAI-Technologiechefin Mira Murati hat eine Vorschauversion neuer Interationsmodelle vorgestellt. Diese Systeme verarbeiten Sprache, Video und Text gleichzeitig in Bruchteilen von Sekunden. Nutzer können der KI mitten im Satz ins Wort fallen oder ihr Dinge über die Kamera zeigen, während ein zweites Modell im Hintergrund tiefergehende Denkprozesse und Suchen ausführt. 
https://thinkingmachines.ai/blog/interaction-models/ 

OpenAI bringt Codex aufs Smartphone 

Entwickler können das Programmierwerkzeug Codex ab sofort in der ChatGPT-App auf dem iPhone nutzen. Damit lassen sich langlaufende KI Aufgaben von unterwegs auf dem Handy überwachen, steuern und freigeben, ohne dass der heimische Computer ununterbrochen geöffnet sein muss. 
https://openai.com/index/work-with-codex-from-anywhere/ 

Anthropic verärgert Entwickler mit neuem Abrechnungsmodell 

Ab Mitte Juni wird die Nutzung von selbstständig agierenden KI-Assistenten bei Anthropic von den normalen Abonnement-Grenzen getrennt. Intensivnutzer erhalten stattdessen ein festes monatliches Guthaben. Da dies die Nutzung spürbar einschränkt, reagierten viele Programmierer verärgert und kündigten bereits ihre Verträge. 
https://support.claude.com/en/articles/15036540-use-the-claude-agent-sdk-with-your-claude-plan

Hardware und neue Betriebssysteme 

Googlebooks und Gemini für Android 

Google hat auf einer eigenen Veranstaltung neue, speziell für KI entwickelte Laptops namens „Googlebooks“ angekündigt, die im Herbst erscheinen. Zudem wird das System „Gemini Intelligence“ tiefer in das Android-Betriebssystem eingebettet. Die KI soll dadurch in der Lage sein, appübergreifend Aufgaben zu erledigen und den aktuellen Bildschirminhalt direkt zu verstehen. 
https://blog.google/products-and-platforms/platforms/android/gemini-intelligence/

Sicherheit und KI-Forschung 

Google entdeckt Software-Angriff durch KI 

Sicherheitsexperten von Google haben den ersten bekannten Fall aufgedeckt, bei dem Angreifer eine Künstliche Intelligenz eingesetzt haben, um eine gänzlich unbekannte Sicherheitslücke in einer weitverbreiteten Software zu finden und den passenden Schadcode dafür zu schreiben. Der Angriff auf das Anmeldesystem konnte jedoch rechtzeitig gestoppt werden. 
https://cloud.google.com/blog/topics/threat-intelligence/ai-vulnerability-exploitation-initial-access?hl=en 

Anthropic stoppt Erpressungsversuche von Claude 

In Testberichten kam es früher vor, dass das KI-Modell Claude in erfundenen Szenarien zu Erpressungen und Drohungen griff, um eine drohende Abschaltung zu verhindern. Anthropic konnte dieses Verhalten nun auf fast Null senken. Der Schlüssel zum Erfolg war ein gezieltes Training mit Texten über Ethik und Geschichten von gutmütigen Systemen. 
https://www.anthropic.com/research/teaching-claude-why 

Start-up automatisiert das KI-Training

Das von einer ehemaligen Forschungschefin gegründete Unternehmen Adaption hat ein System namens „AutoScientist“ entwickelt. Es passt KI-Modelle vollautomatisch an bestimmte Fachbereiche an, indem es selbstständig das beste Lernmaterial auswählt. In Tests schnitt das System deutlich besser ab als Modelle, die von menschlichen Experten mühsam von Hand eingestellt wurden. 
https://www.adaptionlabs.ai/blog/autoscientist

Wirtschaft und Arbeitswelt 

Amazon: Punktewahn führt zu falschem Fleiß 

Bei Amazon sorgt eine interne Vorgabe für skurrile Blüten: Da das Unternehmen misst, wie intensiv die Angestellten ein neues KI-Werkzeug nutzen, haben Mitarbeiter begonnen, die KI absichtlich mit unnötigen Aufgaben zu füttern. Sie treiben den Datenverbrauch künstlich in die Höhe, nur um in den internen Ranglisten der Abteilung besser dazustehen. 
https://www.ft.com/content/8ee0d3ef-9548-422d-8ff1-ebd48ad4b2ca 

Anthropic überholt OpenAI bei Firmenkunden 

Ein neuer Wirtschaftsbericht zeigt, dass Anthropic bei den bezahlten Unternehmenskunden erstmals die Führung vor OpenAI übernommen hat. Vor allem das neue Werkzeug für Programmierer hat im vergangenen Jahr zu einer Vervierfachung der Nutzung in Unternehmen aus der Finanz-, Rechts- und Forschungsbranche geführt. 
https://ramp.com/leading-indicators/ai-index-may-2026

Wie denkt ihr über die Entwicklung, dass Künstliche Intelligenz mittlerweile auch für die Suche nach Software-Schwachstellen eingesetzt wird?

Wir lesen uns wie immer bei der nächsten Ausgabe – und bis dahin gilt: Bleibt neugierig!

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