AI-Breakdown | KW 6 – Ernste Warnung, Agenten-Chaos & AI auf dem Mars 🚀

von Daniel Szkutnik Daniel Szkutnik

02.02.2026

4 Min. Lesedauer

AI-Breakdown | KW 6 – Ernste Warnung, Agenten-Chaos & AI auf dem Mars 🚀

Auch diese Woche gab es wieder zahlreiche Neuigkeiten aus der aufregenden Welt der Künstlichen Intelligenz. Von ernsten Warnungen über die Zukunft der Arbeit bis zu KI-gesteuerten Mars-Rovern: Hier findet ihr eine kompakte Zusammenfassung:

Warnung vor der „Adoleszenz der Technologie“

Anthropic-CEO warnt: Dario Amodei hat in seinem neuen Essay „The Adolescence of Technology“ (Die Jugend der Technologie) eindringliche Worte gefunden. Er sieht KI als ein „Land der Genies im Rechenzentrum“, das schwer zu kontrollieren sei.

Risiken: Er warnt vor Bioterrorismus, autonomen Waffen und massiven Arbeitsplatzverlusten (bis zu 50 % der Büro-Einstiegsjobs in den nächsten 1–5 Jahren).

Forderung: Amodei plädiert für Exportverbote von Chips und mehr Transparenz, da die nächsten Jahre entscheiden könnten, ob wir auf ein goldenes Zeitalter oder eine Katastrophe zusteuern. https://www.darioamodei.com/essay/the-adolescence-of-technology

Claude integriert Anwendungen direkt

Arbeiten ohne Fensterwechsel: Anthropic hat interaktive Anwendungen direkt in seinen KI-Assistenten Claude eingebunden. Nutzer können nun Software wie Asana, Slack oder Canva bedienen, ohne den Chat zu verlassen.

Funktion: Die Integrationen erfordern die Zustimmung des Nutzers vor jeder Aktion.

Verfügbarkeit: Dies gilt ab sofort für Abonnenten der Pro- und Enterprise-Tarife. Damit wird Claude immer mehr zur zentralen Schaltstelle für die tägliche Arbeit. https://claude.com/blog/interactive-tools-in-claude

OpenAI Prism: Wissenschaftliches Schreiben neu gedacht

Kostenloses Forschungswerkzeug: OpenAI hat mit „Prism“ eine Arbeitsumgebung speziell für wissenschaftliches Schreiben veröffentlicht.

Hilfe für Forscher: Das Werkzeug kann passende Studien suchen, Zitate automatisch erstellen und sogar handgeschriebene Formeln von Fotos erkennen und formatieren.

Hintergrund: Ziel ist es, Forschern zu helfen, KI verantwortungsvoll zu nutzen, statt blind Texte generieren zu lassen. https://openai.com/de-DE/index/introducing-prism/

Neue Modelle und Konkurrenz aus China

Moonshot K2.5: Das chinesische Startup Moonshot hat sein Modell K2.5 als offenen Quellcode (Open Source) veröffentlicht.

Leistung: Es konkurriert in Bereichen wie Programmierung und Bildverarbeitung mit den Spitzenmodellen westlicher Labore und ist dabei deutlich kosteneffizienter.

Besonderheit: Es beinhaltet „Agent Swarm“, eine Funktion, die bis zu 100 KI-Unteragenten gleichzeitig koordinieren kann. https://www.kimi.com/blog/kimi-k2-5.html

Google rüstet Chrome und Kreativ-Tools auf

Intelligenterer Browser: Google bringt mehr KI direkt in den Chrome-Browser. Dazu gehören ein Assistent in der Seitenleiste, der Fragen beantwortet und Produkte vergleicht, sowie eine Funktion zur direkten Bildgenerierung im Browser. https://blog.google/products-and-platforms/products/chrome/gemini-3-auto-browse/

Project Genie: Google DeepMind hat zudem „Project Genie“ für die Öffentlichkeit (vorerst US-Premium-Nutzer) geöffnet. Damit lassen sich durch einfache Eingaben ganze virtuelle Welten erschaffen und spielerisch erkunden – ein großer Schritt für Simulationen und Spieleentwicklung. Die Aktienkurse von Spieleentwickler sinken daraufhin zweistellig an der Börse. https://blog.google/innovation-and-ai/models-and-research/google-deepmind/project-genie/

Das Namens-Chaos: Vom Hummer zum OpenClaw

Aller guten Dinge sind drei: Hinter dem viralen Erfolg steckt eine kuriose Geschichte. Ursprünglich startete das Projekt unter dem Namen „Clawdbot“ (eine Anspielung auf die Zangen eines Hummers und das Modell Claude).

Der Auslöser: Anthropic meldete sich wegen der Markenähnlichkeit zu „Claude“ (Markenrecht). Der Entwickler Peter Steinberger benannte das Projekt daraufhin in „Moltbot“ um – passend zum Häutungsprozess (Molting) eines Krebses.

Das Problem: Der neue Name kam bei der Community nicht gut an (klang für viele eher nach „Schimmel“/Moldy), und das Chaos während der Umstellung wurde von Krypto-Betrügern genutzt, um alte Handles zu kapern.

Das Ergebnis: Um Ruhe und Professionalität hineinzubringen, erfolgte kurz darauf die (hoffentlich) finale Umbenennung in „OpenClaw“.

Die Zahlen zum Hype: Das zugehörige Netzwerk „Moltbook“ (das soziale Netzwerk nur für KIs) explodierte förmlich.

1,4 Millionen registrierte KI-Agenten tummeln sich dort bereits. https://www.moltbook.com

Allerdings ist Vorsicht geboten: Berichten zufolge soll ein einzelner Forscher allein 500.000 dieser Accounts erstellt haben, was zeigt, wie manipulierbar diese Zahlen in einer rein maschinellen Welt sind.

Das GitHub-Projekt selbst gehört mit über 100.000 Sternen zu den am schnellsten wachsenden Open-Source-Projekten aller Zeiten.

Extrem gefährlich aber interessant titel heise.de https://www.heise.de/news/OpenClaw-ausprobiert-Die-gefaehrlichste-Software-der-Welt-11161203.html

KI in Hollywood und auf dem Mars

Darren Aronofsky: Der Filmemacher nutzt für seine neue Serie „On This Day… 1776“ KI von Google DeepMind, um die amerikanische Revolution visuell nachzustellen. https://www.youtube.com/watch?v=sV52AUVGc6I

NASA & Claude: Auf dem Mars hat der Rover „Perseverance“ seine erste Fahrt absolviert, die von einer KI geplant wurde. Das Modell Claude half dabei, eine Route durch das schwierige Gelände zu berechnen – ein Beweis dafür, wie weit die Technik bereits ist. https://www.anthropic.com/features/claude-on-mars

Wohin führt die Reise?

Besonders Dario Amodeis Essay regt zum Nachdenken an: Stehen wir vor einem goldenen Zeitalter oder massiven Umbrüchen? Schreibt mir gerne eure Meinung dazu in die Kommentare.

Wir lesen uns wie immer bei der nächsten Ausgabe des Newsletters – und bis dahin gilt: Bleibt neugierig!

Herzliche Grüße

Tobit

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