AI-Slop, Schweinebauch-Anzeigen, KI-Kolleginnen und Rovo Agents

von Daniel Szkutnik Daniel Szkutnik
Illustration Anzeigen Mann

08.09.2026

2 Min. Lesedauer

Wie bleiben wie Marken sichtbar, wenn Content zur Massenware wird? Wie arbeiten Teams wirklich hybrid – mit KI-Kolleginnen statt KI-Tools? Und wie sieht Projektsteuerung aus, wenn der Transfer von Entscheidung zu Aktion nicht mehr Tage dauert. Genau diese drei Entwicklungen schauen wir uns heute an.

Marketing & Marke im B2B 

Von Schweinebauch-Anzeigen und starken Marken. 
AI-Slop weckt bei euch ungefähr das gleiche Interesse wie eine € 4,99 Schweinebauch-Anzeige im Wochenblättchen? Das ist mehr als verständlich. Und ja: Damit treiben wir heute die AI-Slop-Sau durchs Dorf. Aber aus gutem Grund. Denn Googles neueste Zahlen belegen: Das mit dem AI-Slop wird so schnell nicht besser … 

Die Gemini-App hat gerade die Milliarde monatlicher Nutzer geknackt. 150 Millionen KI-Bilder werden täglich generiert. Und Small Businesses mit geringem Marketingbudget sind laut Google die echten Power User, wenn es um Marketingmaterialien geht. Das ist fast schon ironisch. Weil es einerseits eine Demokratisierung des Marketings mit sich bringt. Aber andererseits trennt es auch die Spreu vom Weizen. 

Denn einfach nur schnell und günstig erstellter Content hat meist auch nur die Strahlkraft einer Schweinebauch-Anzeige … Das Thema betrifft aber bei Weitem nicht nur kleine Brands. Auch große Marken liefern aktuell immer wieder Content auf diesem Niveau. 

https://blog.google/innovation-and-ai/technology/google-ai-updates-august-2026/ 

Was könnt ihr als Entscheider:innen mitnehmen? 
KI demokratisiert Content-Produktion – und erhöht gleichzeitig den Druck auf Markenführung. Wer keine klare Haltung zur eigenen Markenstimme definiert, verliert sich im Rauschen des AI-Slops. Das ist keine kreative Frage, sondern eine strategische.

Was ihr als Operative konkret angehen könnt:
Legt einen internen Qualitätsmaßstab fest, bevor ihr KI-Tools für Content einsetzt. Eine einfache Frage reicht als Filter: Würden wir das auch ohne KI so veröffentlichen? Wenn nicht – nochmal ran.

Organisationen & Change 

Willkommen an Board, Kollegin KI! 
Was passiert eigentlich, wenn wir KI nicht als Tool einführen – sondern als Kollegin? Genau das leben wir bei trio inzwischen im Alltag. Anders formuliert: Wir sind auf dem Weg zum Hybriden Unternehmen. Und wir befähigen unsere Kunden, sich auf denselben Weg zu machen. Warum? 

Weil laut McKinseys „The state of AI in 2026: On the road to ROI“ 89 % der Unternehmen das Potenzial von KI zwar sehen und sie in mindestens einer Business-Funktion einsetzen. Aber nur 6 % können dadurch einen signifikanten Mehrwert ausmachen. Das liegt selten an der Technik. Es liegt an Orientierung, Führung und dem richtigen Einstiegspunkt. Ein Tool macht zwar, was man ihm sagt. Eine Kollegin denkt aber mit. Sie entlastet. Entwickelt sich weiter. Sie nimmt ab, was unnötig Zeit frisst – und sie liefert etwas viel Wertvolleres als schnellen Content oder in 10 Minuten erstellte Strategien: Freiraum für das, was Menschen wesentlich besser können als jede KI. 

Für uns ist das kein Zukunftsmodell. Es ist eine bewusste Entscheidung. Ihr wollt wissen, wie das in der Praxis funktioniert? Eine E-Mail oder ein Anruf reicht. 

https://www.mckinsey.com/capabilities/quantumblack/our-insights/the-state-of-ai#/

Was könnt ihr als Entscheider:innen mitnehmen? 
Der Unterschied zwischen KI als Tool und KI als Kollegin ist eine Führungsentscheidung. Wer KI  als Teil des Teams denkt, verändert, wie Verantwortung und Kapazität im Unternehmen verteilt sind. 

Was ihr als Operative konkret angehen könnt:
Wählt eine wiederkehrende Aufgabe, die klar umrissen und gut überprüfbar ist – etwa Recherche oder Briefing-Vorbereitung. Testet dort gezielt die Zusammenarbeit mit einem KI-Kollegen. Nicht als Experiment, sondern als erster echter Schritt.

Projektmanagement & KI

Sind Jira Rovo Agents der Endgegner für Zeitfresser? 
Kennt ihr das? Die Idee für eine Kampagne ist da. Die Entscheidung für ihre Ausarbeitung ist gefallen. Alle nicken. Und dann dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis daraus echte Aufgaben, klare Zuständigkeiten und nächste Schritte werden. Dieser Transfer ist einer der größten Zeitfresser der Projektarbeit. Wenn es nach Atlassian geht, machen die KI-Agenten in Jira damit jetzt aber Schluss. Wobei Schluss ist ein bisschen viel versprochen. 

Die Idee dahinter ist aber bestechend: Jira KI-Agenten und PMs sollen jetzt besser zusammenarbeiten. Die Agenten ziehen sich dafür Informationen aus den aktuellen Projekten, Confluence-Dokumenten, Meeting-Zusammenfassungen und E-Mail-Threads. Und sie überführen das alles in strukturierte Jira-Work-Items. Die PMs schauen drauf, aktualisieren, passen an. So haben sie sich eine Menge Klein-Klein-Arbeit gespart. Und die Kreativ-Teams können viel schneller loslegen als bisher. Genau so stellen wir uns die Arbeit als Hybrides Unternehmen vor. Wir sind gespannt, wie sich das in der Praxis schlägt! 

https://www.atlassian.com/blog/company-news/teamwork-collection-team-26

Was könnt ihr als Entscheider:innen mitnehmen? 
Der Engpass in Projekten liegt oft im Transfer von Entscheidung zu Aktion. Wer diesen Übergang beschleunigt, gewinnt keine Zeit, sondern Momentum. Das ist ein strukturelles Thema, das auf Prozessebene entschieden wird. 

Was ihr als Operative konkret angehen könnt:
Schaut euch ein laufendes Projekt an und identifiziert den Moment, an dem nach einem Meeting am längsten nichts passiert. Genau dort lohnt es sich, Rovo Agents zu testen.

Abschlussimpuls

Wie haltet ihr eure Marke stark, wenn Content zur Massenware wird? Und wo könnt ihr als Team heute schon hybrider arbeiten – mit KI-Kolleginnen statt KI-Tools? Wir haben Antworten auf beide Fragen. Und wir teilen sie gerne. Sprecht uns an.

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Daniel Szkutnik

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