Mehr Content-Performance, richtige KI-Kontrolle und warum Projektmanager KI erst beflügeln

von Daniel Szkutnik Daniel Szkutnik
Collage Illustration Ki

25.08.2026

2 Min. Lesedauer

KI verändert, wie wir Daten lesen, wie Teams zusammenarbeiten – und wie Führung funktioniert. Google baut Analytics und Ads konsequent um. Univé zeigt, wie eine gesamte Organisation KI-Kompetenz aufbaut. Und Atlassian liefert die Zahlen dazu, warum Tempo allein keinen ROI bringt. Jetzt weiterlesen und mehr erfahren.

Marketing & Marke im B2B  

Montagmorgen, Reporting-Runde, und schon ist es Mittag? 
Ihr grabt euch durch die Engagement- und Clickrates, analysiert Benchmarks, taucht tief in den Datentunnel ab und wenn ihr wieder auftaucht, ist der halbe Tag vorbei? Dann wird euch diese News interessieren. Denn die neuen KI- und Agentenfunktionen in Analytics greifen euch dabei jetzt konsequent unter die Arme. 

Zum Beispiel die AI Overviews auf der Analytics-Startseite: Damit seht ihr beim Login sofort, was sich seit eurem letzten Besuch verändert hat: Saisonpeaks, Traffic-Shifts, Auffälligkeiten. Diese müsst ihr nicht mehr suchen, sondern ihr könnt sie direkt lesen ... Außerdem bekommt ihr jetzt Dashboards per Texteingabe. Das macht Schluss mit dem manuellen Report-Bauen. Ihr müsst nur noch eingeben, was ihr wissen wollt. Und Google Ads liefert euch eine visuelle Auswertung inklusive der nötigen Erklärungen. 

Wenn ihr noch tiefer graben wollt, könnt ihr außerdem Ask Advisor nutzen und die von euch betreuten Accounts anonymisiert mit denen anderer Unternehmen vergleichen. 

https://blog.google/products/ads-commerce/google-ads-analytics-ai-updates/ 

Was ihr als Entscheider:innen mitnehmen könnt: 
Der Fortschritt liegt in kürzeren Wegen zur Entscheidung. Wer KI-gestützte Analyse sinnvoll einbindet, gibt seinem Team Zeit für Strategie statt Datenpflege. 

Was ihr als Operative konkret angehen könnt: 
Schaut euch an, wo ihr heute noch manuell auswertet oder intern abstimmt, bevor eine Entscheidung fällt. Und testet dort AI Overviews, Dashboards per Texteingabe und Ask Advisor.

Organisationen & Change 

Zu viel KI-Kontrolle bremst. Zu wenig bringt Chaos. Univé macht vor, wie es richtig geht. 
Gleich vorweg: Univé ist nicht unser Kunde. Aber wie dieser niederländische Versicherer ChatGPT Enterprise ausgerollt hat, ist einfach stark. Weil es dabei weniger um Tools ging als um die konkrete Zusammenarbeit in den Teams – empowered by KI. 

Auf der Führungsebene ging es zum Beispiel nicht um Produktvorführungen und Feature-Listen einzelner Anbieter oder Modelle. Auch nicht darum, einzelne KI-Use-Cases abzunicken. Sondern zentral war die richtige Rollenverteilung in den Teams als Voraussetzung für verantwortungsvolle Innovation. Die KI-Leitplanken wurden nicht einfach nach dem Rollout ergänzt. Sie waren von Tag 1 an ein fester Bestandteil des Rollouts. Da ging es um unternehmensweite Authentifizierung, Datenschutz- und Sicherheitsprüfungen, kontinuierliche Überwachung und ein klares Prinzip bei Berechtigungen. 

Und es ging um Freiraum statt Freigabeprozesse: Mitarbeitende bekamen feste Zeiten pro Woche zum Experimentieren. Und klare Strukturen, innerhalb derer sie eigenverantwortlich arbeiten konnten. Daher müssen sie nicht für jede neue Idee direkt einen Business Case vorweisen – was Innovation einfach ausbremst. 

Das klingt gut? Die Erfolgszahlen dieses Projektes klingen sogar noch besser: 97 % der Lizenzen wurden von den Mitarbeitenden aktiviert, 85 % der Belegschaft ist wöchentlich auf den KI-Plattformen aktiv, rund 1.500 individuelle GPTs sind entstanden – entwickelt von Mitarbeitenden, nicht von der IT-Abteilung. Wo sich andere noch fragen: „Sollten wir KI einsetzen?", ist die Frage bei Univé also eher: „Was entwickeln wir als Nächstes?" 

https://openai.com/de-DE/index/unive/ 

Was ihr als Entscheider:innen mitnehmen könnt: 
KI-Transformation gelingt durch Führung. Wer nicht klärt, wie Arbeit sich verändert und welche Rolle Teams dabei spielen, wird wenig ROI sehen. 

Was ihr als Operative konkret angehen könnt: 
Fragt euch, wie ihr Formate für das Experimentieren schafft und teilt eure gelungenen Ergebnisse miteinander – so gelingt die Transformation am besten.

Projektmanagement & KI

Ohne KI-native PMs sind wir ein Orchester ohne Dirigenten. 
So beschreibt ein Fortune-500-CTO den Zustand vieler Teams gerade – im Atlassian State of Teams 2026 Report. Und damit trifft er einen Nerv: KI beschleunigt individuelle Arbeit massiv. Aber nicht unbedingt den Speed in Teams. Es sei denn, KI-native PMs haben ihre Finger im Spiel. Denn sie sind es, die Kontext, Workflows und Entscheidungen zusammenhalten und den Rhythmus für die Teams vorgeben. 

Was machen sie konkret anders? Der wichtigste Faktor ist laut dem Report: Sie designen Workflows für Menschen und Agenten gemeinsam. Es geht also nicht um KI als persönliches Produktivitätstool, sondern als Teil eines gemeinsamen Arbeitsflusses. Teams, die so arbeiten, berichten im Report 9,4-mal häufiger, dass KI ihre Zusammenarbeit auch wirklich verbessert. Und diese nativen PMs schaffen außerdem eine Kultur des Experimentierens. 

Davon war schon in unserem letzten Beitrag die Rede. Denn wer auf die perfekte Idee oder den perfekten Use-Case wartet, wartet vergebens. Viel wichtiger sind kontinuierliches Lernen und sichtbares Teilen der Ergebnisse. 

https://atlassianblog.wpengine.com/wp-content/uploads/2026/04/the-state-of-teams-2026.pdf 

Was ihr als Entscheider:innen mitnehmen könnt: 
Wenn KI bei euch oft Lärm schafft und wenig Tempo bringt, könnte es sein, dass ihr sie nur auf Individualebene nutzt. Mit den richtigen Team-Strukturen wird aber Musik daraus ... 

Was ihr als Operative konkret angehen könnt: 
Schaut euch an, wie Kontext in eurem Team heute fließt. Wer welche Ziele kennt, wer auf welche Daten zugreift, wie Entscheidungen dokumentiert werden. Das sind die drei Hebel, die laut Report den größten Unterschied machen.

Abschlussimpuls

Schnellere Entscheidungen durch bessere Daten, Teams, die KI gemeinsam statt parallel nutzen, oder eine Kultur, die Experimentieren möglich macht – was spielt bei euch gerade die größte Rolle?


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