Content-Wirkung, effizientere Feedbackschleifen und was KI nicht ersetzen kann

von Daniel Szkutnik Daniel Szkutnik
Doppelbelichtung Frau

04.08.2026

3 Min. Lesedauer

Diese Ausgabe zeigt, wo KI im B2B-Marketing Effizienz bringt – aber nicht unbedingt Relevanz und Performance. Welche menschlichen Fähigkeiten unverzichtbar bleiben. Und wie das Projektmanagement in Sachen Feedbackschleifen effizienter werden kann. Wer verstehen will, wo dadurch echter Vorsprung entsteht und welche nächsten Schritte jetzt sinnvoll sind, sollte weiterlesen.

Marketing & Marke im B2B 

Bringt mehr KI im Content mehr Wirkung? 
95 % der B2B-Marketer nutzen KI für Content. Aber nur 39 % sehen bessere Performance. Das ist kein Zufall. Diese Zahlen stammen aus der Studie B2B Content and Marketing Trends: Insights for 2026 des Content Marketing Institute. Laut ihr nutzen so gut wie alle schon KI-Anwendungen, 89 % von ihnen für Texte und Content. 

Die größten Effekte liegen für die Befragten bei Produktivität und Effizienz. Bei der Content-Qualität und vor allem bei der Performance fällt das Bild aber viel zurückhaltender aus: Nur 58 % sehen eine wirklich bessere Qualität, und nur 39 % eine bessere Performance. 

Für Marken, Agenturen und Marketingteams ist das ein spannender Reality-Check. Denn wer KI nur auf Produktionsgeschwindigkeit ansetzt, bekommt oft mehr Material – aber nicht automatisch bessere Relevanz, stärkere Differenzierung oder mehr Resonanz. 

Die spannendere Aufgabe bleibt also: Prozesse, Briefings, Qualitätsmaßstäbe und Markenleitplanken so aufzusetzen, dass KI nicht nur beschleunigt, sondern Substanz verstärkt. 

Was glaubt ihr, machen die 39 % der Befragten besser, um die Performance zu pushen? 

Quelle: https://contentmarketinginstitute.com/b2b-research/b2b-content-marketing-trends-researchcontentmarketinginstitute.com 

Was ihr als Entscheider:innen mitnehmen könnt: 
Der Wettbewerbsvorteil entsteht durch die Fähigkeit, Qualität, Relevanz und Markenführung in KI-gestützten Prozessen abzusichern. Wer nur auf Menge optimiert, bleibt austauschbar. 

Was ihr als Operative konkret angehen könnt: 
Prüft eines eurer regelmäßigen Content-Formate darauf, wo KI Zeit spart, aber keine bessere Wirkung erzeugt. Genau dort solltet ihr Briefings, Review-Kriterien und Markenleitplanken nachschärfen.

Organisationen & Change

Was KI nicht ersetzen kann? 
Der aktuelle "State of Marketing & AI Report" von Canva hat Verbraucher und Marketers genau das gefragt. Die Antworten sind ehrlicher, als man erwarten würde. 

Was KI nicht ersetzen kann: 42 % der Marketing-Profis nennen Empathie und emotionale Intelligenz. 41 % die menschliche Unvollkommenheit, die Originalität hervorbringt. Weitere 41 % Markenintuition und kreatives Urteilsvermögen. 

Man könnte das jetzt für einen Wunschtraum der Marketers halten. Aber Konsumenten sehen das offensichtlich ähnlich: 87 % von ihnen halten Werbung mit erkennbarem Human Touch nach wie vor für die beste. 70 % sagen, KI-generierten Anzeigen fehlt etwas – die "Human Soul". 

Stört sie das aber wirklich? Nicht unbedingt: 68 % der Befragten sind bereit, das zu akzeptieren, wenn die Ads dadurch relevanter oder hilfreicher werden. 

Akzeptanz hat aber eine Bedingung: 74 % wünschen sich formelle und klare Richtlinien für den KI-Einsatz in der Werbung. 

Wo zieht ihr die Grenze – wann ist KI in der Werbung für euch zu viel? 

Quelle: https://www.canva.com/newsroom/news/marketing-ai-report-2026/ 

Was ihr als Entscheider:innen mitnehmen könnt: 
KI ersetzt nicht einfach menschliche Kreativität, Urteilsvermögen und Empathie. Diese Fähigkeiten werden sogar wichtiger, wenn KI stärker in Marketingprozesse eingebunden wird. Genau wie Transparenz im Umgang mit ihr. 

Was ihr als Operative konkret angehen könnt: 
Prüft bei euren Kampagnen und Content-Prozessen bewusst, an welchen Stellen KI euch wirklich unterstützt – und an welchen Stellen der menschliche Feinschliff entscheidend bleibt. Gerade bei Tonalität, Bildsprache, Markenpassung und emotionaler Wirkung lohnt es sich, nicht alles zu automatisieren.

Projektmanagement & KI 

Feedback-Schleifen fressen Zeit. KI kann das ändern. 
Texte und Assets sind raus – Korrekturen kommen rein, müssen sortiert werden, PMs sind damit beschäftigt und Kreative auch …. Das kennen wir alle. Lassen sich solche Prozesse mit KI verkürzen? 

Ein Hebel dafür sind die neuen Gemini-Funktionen in Google Docs. Mit denen könnt ihr nämlich Kommentarverläufe zusammenfassen, Antworten vorschlagen sowie Änderungen direkt aus dem Feedback ableiten und übernehmen. 

Und in Microsoft? Da geht Copilot in eine ähnliche Richtung: Er kann Kommentare im Dokument bündeln und einen Überblick geben. Dazu auch Änderungen vorschlagen – basierend auf dem Feedback im Dokument. Und ganze Dokumente inklusive der offenen Punkte und nächsten Schritten zusammenfassen. 

Aus unserer Sicht ist das ein relevanter Hebel. Wo würdet ihr ihn zuerst testen? 

Quelle: https://workspace.google.com/blog/product-announcements/july-2026-workspace-feature-drop 

Was ihr als Entscheider:innen mitnehmen könnt: 
Der größte Hebel liegt nicht nur im besseren ersten Entwurf, sondern in weniger Reibung zwischen Entwurf, Feedback und Freigabe. Wer dort entlastet, gewinnt Kapazität für Strategie und Qualität. 

Was ihr als Operative konkret angehen könnt: 
Nehmt euch ein Format mit vielen Kommentarschleifen vor, zum Beispiel Fachartikel, Landingpages oder Vorstandsunterlagen und testet genau dort KI-Unterstützung.

Der eigentliche Unterschied entsteht nicht durch KI allein, sondern durch die Art, wie Unternehmen sie in Qualität, Zusammenarbeit und Abläufe einbinden. Wo wird diese neue Arbeitslogik bei euch als Erstes konkret sichtbar? 

 

*Erstellt durch KI – kuratiert von Menschen*

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