AI-Breakdown | KW 1 – Nvidia zahlt 20 Milliarden, KI auf dem Handy schlägt GPT-4 & Eklat bei Gaming-Awards
AI-Breakdown | KW 1 – Nvidia zahlt 20 Milliarden, KI auf dem Handy schlägt GPT-4 & Eklat bei Gaming-Awards
Auch diese Woche gab es wieder massive Bewegungen in der Tech-Welt. Während Nvidia seine Vormachtstellung mit einem gigantischen Deal zementiert, zeigen neue „kleine“ Modelle, dass man für künstliche Intelligenz keine riesigen Rechenzentren mehr braucht. Und: Wie viel KI ist in der Kunst erlaubt?
Hier findet ihr eine kompakte Zusammenfassung aller Highlights der Woche.
Nvidia und der 20-Milliarden-Dollar-Deal
Keine Übernahme, aber fast: Nvidia hat einen Deal über 20 Milliarden Dollar mit dem KI-Chip-Startup Groq abgeschlossen. Offiziell handelt es sich um eine Lizenzierung der Technologie und die Einstellung von Schlüsselpersonen, nicht um einen Kauf. https://groq.com/newsroom/groq-and-nvidia-enter-non-exclusive-inference-technology-licensing-agreement-to-accelerate-ai-inference-at-global-scale
Warum das wichtig ist: Experten vermuten, dass diese Struktur gewählt wurde, um Kartellbehörden nicht auf den Plan zu rufen. Nvidia sichert sich damit Zugriff auf Groqs sogenannte „LPUs“. Diese Chips sind spezialisiert auf die schnelle Ausgabe von Antworten (Inferenz) und gelten als extrem schnell und energieeffizient. Ein strategischer Schachzug, um die Konkurrenz in Schach zu halten.
Klein, aber mächtig: Liquid AI
Besser als GPT-4 auf dem Handy? Das neue Modell „LFM 2.6B“ von Liquid AI sorgt für Aufsehen. Obwohl es sehr klein ist (2,6 Milliarden Parameter) und lokal auf einem Smartphone laufen kann, schlägt es in Benchmarks deutlich größere und ältere Modelle wie GPT-4. https://x.com/itsPaulAi/status/2004303105287201196
Der Trend: Das zeigt, dass die Entwicklung weg von riesigen Modellen hin zu effizienter, lokaler KI geht, die unsere Privatsphäre besser schützt und schneller reagiert.
OpenAI: Persönlichkeit und Werbe-Gerüchte
Einstellungen: Ihr könnt ChatGPT jetzt genauer steuern. In den Einstellungen lässt sich festlegen, wie „warmherzig“ oder enthusiastisch die KI antworten soll – und ob sie Emojis verwenden darf (oder eben nicht). https://x.com/OpenAI/status/2002099459883479311
Werbung im Anmarsch: Es verdichten sich die Hinweise, dass OpenAI an Werbeformaten arbeitet. Interne Entwürfe deuten auf gesponserte Inhalte in der Seitenleiste oder Shopping-Vorschläge hin. Es bleibt abzuwarten, wie die Nutzer auf kommerzielle Empfehlungen reagieren. https://www.theinformation.com/articles/openais-ads-push-starts-taking-shape
Neuigkeiten von Google & Alibaba
Alibaba Qwen: Der chinesische Tech-Gigant hat eine spannende Neuerung für Designer vorgestellt. Das neue Bild-Modell kann Grafiken mit Ebenen (Layers) erstellen. Das bedeutet, man kann KI-generierte Bilder exportieren und wie in Photoshop einzelne Elemente separat bearbeiten. https://x.com/alibaba_qwen/status/2002034611229229388
Google/YouTube Playables: YouTube experimentiert mit einem Werkzeug, das es Nutzern erlaubt, einfache Videospiele nur durch Texteingabe (Prompts) zu erstellen. Das System nutzt Googles Gemini-Modelle, um Code und Grafiken für Minispiele in Echtzeit zu generieren. https://www.pocketgamer.biz/youtube-launches-ai-powered-playables-builder-to-let-creators-make-games/ https://www.youtube.com/playablesbuilder/
Kontroverse: KI in der Spieleentwicklung
Preis aberkannt: Das Spiel „Clair Obscur: Expedition 33“ hatte eigentlich bei den Indie Game Awards abgeräumt. Doch der Preis wurde nachträglich entzogen.
Der Grund: Das Entwicklerteam hatte in einer frühen Phase einige KI-generierte Bilder und Untertitel als Platzhalter genutzt. Obwohl die Bilder im fertigen Spiel durch handgemachte Kunst ersetzt wurden, reichte die bloße Nutzung im Entwicklungsprozess für die Disqualifikation. Dies löst eine hitzige Debatte darüber aus, wo die rote Linie bei der Nutzung von KI-Werkzeugen verläuft. https://www.avclub.com/clair-obscur-genai-iga-awards-rescinded
Wohin geht die Reise?
Der Deal von Nvidia zeigt, dass die großen Player bereit sind, astronomische Summen zu zahlen, um ihr Monopol zu sichern. Gleichzeitig sehen wir bei den Indie-Awards, wie sensibel die Kreativbranche auf das Thema reagiert.
Was denkt ihr: War die Disqualifikation des Spiels gerechtfertigt oder übertrieben?
Wir lesen uns wie immer bei der nächsten Ausgabe des Newsletters – und bis dahin gilt: Bleibt neugierig!
Herzliche Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026
Tobit