Google Core Update Mai 2022: Ohne Monitoring geht nichts

von Nadine Schweiger Nadine Schweiger
Titelbild für Blogbeitrag mit Silhouette einer Frau

30.06.2022

5 Min. Lesedauer

Um das erste Google Core Update des Jahres 2022 im Mai wurde in der SEO-Community viel spekuliert: Es weist Webmaster subtil oder auch mit mehr Druck daraufhin, dass sie ihre User Experience verbessern müssen. Denn die Updates können teilweise massive Auswirkungen auf die Ranking-Performance ihrer Website haben – positiv sowie negativ. Sicherheitslücken werden geschlossen, Bugs behoben, das Layout wird angepasst, eine Software erhält neue Funktionen: Rund 600 Updates an seinen Algorithmen launcht der Internetriese Google pro Jahr. Sie können zu kleinen, aber auch großen Änderungen führen. Auch für Sie als B2B Unternehmen. Vorbereiten können Sie sich darauf in den seltensten Fällen. Denn bezüglich des Algorithmus lässt sich oft nur mutmaßen.

Google Core Update Mai 2022: Faktoren für Veränderungen beim Ranking

Ein Indiz für Webmaster sind die teils starken Schwankungen in den Suchergebnisseiten (SERPs). Erste Analysen von Experten lassen vermuten, dass Spezialisten, die sich auf ein Thema fokussieren, von dem Update profitieren. Außerdem sollten Sie bei Ihren Webseiten auf sinnfreies Beiwerk verzichten. Wörterbücher oder Anbieter von Stockfotos gehen als Verlierer hervor. Textwüsten haben keine guten Karten. Insbesondere Video-Content wird gepusht. Ebenso wie E-Commerce-Domains. Aufschluss geben auch Faktoren wie die Nutzersignale (CTR, Bounce Rate) sowie die Verfeinerung der Google-AI (machine learning).

Nicht jedes Update wird von Google kommuniziert ...

… und bestätigt. Ebenso führt nicht jedes Update zu signifikanten Veränderungen. Genauso ist auch nicht jeder Einbruch in den Daten auf ein Update zurückzuführen – auch Google produziert hin und wieder mal Bugs. In der Regel sind die Updates auf die Bedürfnisse der User ausgerichtet. Diese präferieren etwa eine gute Ladezeit, relevante gut aufbereitete Inhalte, ansprechendes Bildmaterial. Aufgrund der Aktualisierungen bleiben Webmaster also immer am Puls der Zeit, wenn sie den eigenen Content für die Suchergebnisse präziser, hilfreicher und vertrauenswürdiger gestalten. Denn die Suchmaschine wird immer schlauer und entlarvt Manipulationen, die nicht im Sinne der User Experience sind.

Was verändert sich überhaupt durch die Updates?

Die wichtigsten und einschneidendsten Updates und ihre Folgen in der Geschichte sind jedoch bekannt. Hier ein kleiner Überblick:

  • Panda: Im Fokus dieses Updates von 2011 stand das Thema Content. Ziel war es, minderwertigen Content zu identifizieren und entsprechend abzustrafen. Websites mit viel Duplicate Content sowie beispielsweise Keyword-Stuffing waren hier die großen Verlierer.
  • Penguin: 2012 wurde das nächste große Update releast, das gegen Black-Hat-SEO Maßnahmen vorbeugte, mit dem Ziel, die Qualität des Contents zu steigern. Unter Black-Hat-SEO Maßnahmen versteht man absichtliche Verstöße gegen Google Richtlinien, um das eigene Ranking zu pushen. Ein Beispiel ist das Identifizieren von Spamlinks.
  • Hummingbird: Das 2013 ausgerollte Update ist aus heutiger Sicht das wegweisendste, da die Suchmaschine nun in der Lage ist, semantische Zusammenhänge bei den Suchanfragen zu erkennen.
  • In den Folgejahren hat Google zunächst mit “Mobile First” einen neuen Standard im Netz geschaffen. Aufgrund der enorm wachsenden mobilen Zugriffe stellte man schließlich komplett auf „Mobile Only“ um. Während bei “Mobile First” vor allem Websites bevorzugt wurden, die mobil optimiert waren (etwa responsive Web-Design und gute Performance wie Ladezeit), gilt seit März 2021, dass keine Desktop Crawls mehr ausgeführt werden. Google indexiert nur noch Websites, die für mobiles Crawling optimiert sind.

Sie möchten Googles Core Updates noch besser verstehen?

Empfehlungen für die Erstellung von Content: Qualität vor Quantität

Der Fokus sollte – auch unabhängig von den Updates - immer auf die Bereitstellung des bestmöglichen Contents liegen. Hierzu gibt es Hinweise von Google, die zu beachten sind:

Fragen zum Inhalt und zur Qualität:

  • Bieten der Inhalt neuartige Informationen, Darstellungen in Berichtsform, Forschungsergebnisse oder Analysen?
  • Bietet er eine wesentliche, vollständige oder umfassende Beschreibung des Themas?

Fragen zum Fachwissen:

  • Vermittelt die Website zum betreffenden Inhalt den Eindruck, dass es sich um eine zuverlässige und anerkannte Quelle zum Thema handelt?
  • Wurde der Inhalt von einem Experten oder engagierten Laien geschrieben, der sich mit dem Thema nachweislich gut auskennt?

Fragen zur Präsentation und Erstellung:

  • Gibt es Rechtschreib- oder stilistische Fehler?
  • Wird der Inhalt gut präsentiert oder sieht er aus, als sei er nachlässig oder schnell erstellt worden?

Fragen zum Vergleich mit anderen Seiten:

  • Bietet der Inhalt einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zu anderen Seiten in den Suchergebnissen?
  • Passt der Inhalt zu den Interessen der Websitebesucher oder wirkt er so, als das einzige Ziel bei seiner Erstellung gewesen, ein besseres Ranking in den Suchmaschinen zu erreichen?

Sie möchten noch mehr Tipps zur Content-Erstellung? Wir unterstützen Sie gerne!

Der Nutzer im Fokus

Was so banal klingt, ist letztlich der Schlüssel zum Erfolg: Die Bedürfnisse der User zu kennen und dann auch bestmöglich zu erfüllen, steht über allem. Und das funktioniert nur mit einem regelmäßigen Monitoring. Denn mittel- bis langfristig lassen sich solche Updates auch am organischen Traffic etwa in Google Analytics ableiten. Hier gibt es mit dem Launch von Google Analytics 4 ebenfalls wichtige Neuerungen. Was Sie dazu wissen müssen, haben wir in einem Blog-Artikel für Sie zusammengefasst. 

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Nadine Schweiger

Nadine Schweiger

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