10.01.2017

Science-Update: Dr. Henning Beck - Brain the Company

Früher oder später werden Menschen in allen Arbeitsbereichen von Computern ersetzt! Könnte man meinen, wenn man sich anschaut in welcher rasanten Geschwindigkeit die Digitalisierung voranschreitet und voranschreiten wird. (Exponentiell nicht linear, sagt Sven Gábor Jánszky in seinem Vortrag Kundenwelten 2016. Stimmt nicht - sagt Hirnforscher Henning Beck. „Weil Maschinen nicht kreativ sein können.“Informationen werden nicht als Rechenoperation und Algorithmus verarbeitet, sondern als Aktivierungsmuster bestimmter Nervenzellen. Ein geringfügig anderes Muster gibt einen anderen Gedanken. Für einen Computer ein Fehler. Absturz. In der Neurowissenschaft weiß man: Das ist Kreativität.

„Das Interessante ist, dass sich die Aktivierungsmuster bei ein und demselben Gegenstand je nach Kontext unterscheiden. Framing nennt sich das“, sagt Beck. „Übertragen aufs Marketing: Die Geschichte drumherum ist viel wichtiger als das Produkt für sich.“

Im Gehirn werden durch eine Story Bereiche aktiviert, die es dem Zuhörer ermöglichen die Geschichte mit seinen eigenen Ideen und Erfahrungen zu verknüpfen und anzureichern. Erleben wir etwas emotional aufgeladenes, wird Dopamin ausgeschüttet. Dieser Hormonausstoß bewirkt, dass man sich leichter und präziser an das Erlebte erinnert. Noch dazu wissen wir, seit den Forschungen von Daniel Kahneman und Amos Tversky, dass unser Unbewusstsein Fakten und Daten in Geschichten besser erinnert. Unser „Autopilot“, also Unbewusste, versucht zwischen den verschiedenen Bits an Informationen einen plausiblen Zusammenhang zu finden. brandsync® macht sich diese Mechanismen zu Nutze und setzt auf emotionales Storytelling, das 100% zum Markenprofil und der Zielgruppe passt. Dazu werden in tiefgehenden Analysen die auf wissenschaftlichen Modellen basieren die Emotions- und Motivwelten bestimmt, die den besten Fit zur Marke, deren Leistungsversprechen und den Motivstrukturen der Zielgruppen bilden. So kann eine fundierte und zielgenaue Kreation von Markenstories und -kommunikation geschaffen werden. Mehr über brandsync® erfahren Sie unter www.brandsync.de.

Durch eine Änderung des Kontextes entstehen also neue Aktivierungsmuster der vernetzten Gehirnzellen mit vielen positiven Auswirkungen bezüglich des Erinnerns und der Tiefe der abgespeicherten Information. Das gilt nicht nur für Markenstories. „Die Funktionsweisen des Gehirns sind übertragbar auf Unternehmen“, sagt Beck. Wie kreativ ein Unternehmen ist hängt insbesondere davon ab, wie gut die Mitarbeiter untereinander vernetzt sind. Das Kapital erfolgreicher Unternehmen ist es, neue Ideen zu denken. Was ihr Unternehmen dazu vom Aufbau des Gehirns lernen kann und vieles mehr, hier im Zusammenschnitt des Vortrags:

Hintergrund:

Als Biochemiker, Neurowissenschaftler und Autor berät Dr. Henning Beck Unternehmen, wie sie die Biologie des Gehirns für kreative und innovative Arbeitswelten nutzen können. Bis 2014 arbeitete er an der University of California in Berkeley und entwickelte für Unternehmen in der San Francisco Bay Area moderne Innovations- und Marketingstrategien. In seinen populären Büchern schafft er einen verständlichen Zugang zur Welt der Hirnforschung, seine Vorträge machten Ihn zum Deutschen Meister im Science Slam 2012.

Vortrag in Thesen:

  1. Fehler machen kreativ - Maschinen unterlaufen keine Fehler, deswegen werden sie nie kreativ denken können.
  2. Geschichten formen Marken - Menschen kaufen keine Produkte, sie kaufen die Story dahinter und um das Produkt herum.
  3. Das Geheimnis des Netzwerks - Erst die Vernetzung der Nervenzellen im Gehirn macht unseren Denkapparat so leistungsfähig. Ein Vorbild für Unternehmens- und Agenturstrukturen.

Handlungsempfehlung Agentur:

  • Der Marken-Kontext ist entscheidend: Storytelling um ein Produkt ermöglicht die Verknüpfung emotionaler Erfahrungen mit einer Marke.
  • Ideen sind kein Selbstläufer. Kreativität und Ideen-Generierung entstehen im Austausch von flexibel vernetzten Teams.
  • Die Ressource Mitarbeiter ist zentrales Kriterium für den kreativen Prozess – eigenständiges Denken und die Entwicklung eigener Strategien zu fördern, ein Schlüsselelement für Innovation.

Der Beitrag von Dr. Henning Beck ist Teil der Videoserie „Science-Update“ der trio-group.

Bisher erschienene Vorträge:

Sven Gábor Jánszky – Kundenwelten 2026

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Verstanden, ich möchte trotzdem fortfahren